Armband- Materialien...
Die Druckmethode, das Barcodesymbol und die Dateninhalte werden keinen Unterschied machen, wenn das Armband nicht am Handgelenk des Patienten verbleibt. Allzu oft ist dies jedoch der Fall. Verlorene Armbänder sind die häufigste Fehlerquelle, die in jeder Studie hierzu genannt wird. Sie machen etwa die Hälfte aller Fehler aus und unterschiedliche Studien haben herausgefunden, dass stets zwischen zwei und 10 Prozent aller Krankenhauspatienten ohne Armband sind.
Es gibt viele sichere und haltbare Armbandmaterialien, bei denen Barcodes und Texte direkt auf das Armband gedruckt werden können. Wenn Barcodeetiketten in ein Sichtfenster am Armand eingeschoben werden, stehen noch viel mehr Materialien zu Verfügung, da es keine Beschränkungen hinsichtlich Stärke oder Verschlüsse gibt, die durch den Drucker laufen müssten. Da das Armband beim Patienten verbleiben und der Barcode für die Dauer des Aufenthalts lesbar bleiben muss, ist es wichtig, dass alle möglichen Beanspruchungen und Nutzungsbedingungen bei der Auswahl des Materials bedacht werden. Feuchtigkeit, Seifen und Reiniger, extreme Temperaturen und wiederholte Benutzung können die Aufdrucke angreifen, Klebeschichten lösen oder das Armband selbst beschädigen. Der Einsatz von Druckern und Materialien mit minderer Qualität kann zu Ausbleichen, Abschaben oder Verknittern führen, was den Barcode unbrauchbar macht.
Materialien müssen auf die Druckmethode abgestimmt werden. Es gibt zwei Arten des Thermodrucks – Thermodirekt und Thermotransfer – und jeder stellt unterschiedliche Anforderungen an das Material. Thermotransfer-Drucker nutzen einen Druckkopf, um das Farbband zu erhitzen, das dann das Druckbild auf der Oberfläche erzeugt. Dabei bleibt das Druckbild im Farbband erhalten, das somit verbrannt oder geschreddert werden muss, um den Anforderungen des Schutzes der Privatsphäre laut HIPAA gerecht zu werden. Beim Thermodirektdruck wird dagegen kein Farbband genutzt. Hierbei wird vielmehr direkt das Druckmaterial erhitzt, um das Druckbild zu erzeugen.
Die Einführung der Barcodeauszeichnung bringt einige Einschränkungen bei der Farbauswahl der Bänder mit sich. Da das erfolgreiche Einlesen von Barcodes auf dem Kontrast zwischen dunklen und hellen Elementen basiert, werden dunkle Hintergründe nicht empfohlen, da sie unter Umständen nicht genug Kontrast zwischen Balken und Zwischenräumen bieten. Einige Barcode-Lesetechnologien sind jedoch wesentlich toleranter als andere hinsichtlich des Kontrasts und auch farbige Barcode-Armbänder werden häufig ohne Probleme eingesetzt. Zudem ist der Druck eines schwarzen Barcodes auf ein weißes Etikett und dessen Aufkleben auf ein farbiges Band immer eine Option.


